
Von Tor zu Tor – Die vier Stadttore zu Saalfeld
Wussten Sie, wie es im Mittelalter tatsächlich zuging?
Die vier erhaltenen Stadttore Saalfelds sind eindrucksvolle Zeugnisse mittelalterlicher Stadtgeschichte. Im Rahmen einer modular entwickelten Ausstellungskonzeption wurden sie zu musealen Erlebnisorten umgestaltet, die Vergangenheit nicht nur bewahren, sondern lebendig vermitteln. Jedes Tor beherbergt eine eigenständige Ausstellung, zugleich verbindet eine übergeordnete Erzählung alle Standorte zu einem inhaltlichen Gesamtbild.
Zentraler roter Faden ist die fiktive Reise eines Nürnberger Kaufmanns um das Jahr 1610, der auf dem Weg zum Leipziger Michaelismarkt in Saalfeld Halt macht. Seine Begegnungen und Erlebnisse eröffnen unterschiedliche Themenwelten: Handel und Zölle, Recht und Strafe, medizinisches Wissen sowie Zünfte, Handwerk und Gastlichkeit. Jedes Tor ist szenografisch passend zu seinem Schwerpunkt gestaltet und kombiniert klassische Exponate mit interaktiven, medial unterstützten Stationen, Filmen, Audiobeiträgen und Spielen.
So werden Besucherinnen und Besucher selbst Teil des Geschehens: Sie verhandeln Zölle, urteilen über Straftaten, entdecken historische Heilmethoden oder begleiten den Kaufmann auf seinen Wegen durch die Stadt. Die Stadttore lassen sich einzeln erkunden, entfalten jedoch gemeinsam eine zusammenhängende Erzählung, die Geschichte erfahrbar macht – atmosphärisch, partizipativ und generationsübergreifend.

Key Facts
Projekt
Museale Umgestaltung und Bespielung der vier Stadttore Saalfeld
Ausstellungsart
50 m² Dauerausstellung je denkmalgeschütztem Stadtore
Auftraggeber
Stadt Saalfeld
Projektdauer
2019 bis 2024
Leistungen
Ausstellungskonzeption, Szenografie, Medienplanung, Medientechnik, audiovisuelle Inszenierungen, interaktive Spiele, Digitalstationen, Filmproduktion, Audioproduktion, virtuelle Rekonstruktion, Ausführungsplanung, Lichtplanung, Ausstellungsbau, Medienexponate und Modellbau, Objekteinrichtung
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